Seeleben 2019

Ein Stück Landesgartenschau kehrt zurück. Ein Jahr nach der Eröffnung schenkt die Stadt den Lahrerinnen und Lahrern ein Wochenende voller Musik und mehr.

Am 12. April 2018 war es endlich soweit: die Landesgartenschau öffnete ihre Türen für 186 Tage Sommerzauber.

Geblieben sind nach Ende der Ausstellung drei wunderschöne Parkanlagen, die bereits an sonnigen Wintertagen viele Lahrinnen und Lahr nach draußen lockten.

Pünktlich zum Jahrtag, am 12. April 2019, schenkt die Stadt den Lahrerinnen und Lahrern ein Wochenende voller Musik und anderer Aktionen. Auch im Verlauf des weiteren Jahres werden an dem ein oder anderen Wochenende Veranstaltungen auf dem Gelände stattfinden, auf Landesgartenschau 2018 folgt das „Seeleben 2019“.

Am Sonntag, 14. April ist die Lahrer Stadtkapelle ab 14 Uhr mit einem Open-Air Sonntagskonzert  auf dem Gelände präsent und sorgt mit ausgefeilten Arrangements und beschwingten Rhythmen für gute Unterhaltung. Als zuverlässiger und kreativer Partner präsentierte sich die Stadtkapelle bereits im Sommer 2018, dieses Mal sind die Musikerinnen und Musiker unter anderem mit Medleys, Bossa Nova, Filmmelodien und dem musikalischen Thema der Landesgartenschau zu hören.

Die Veranstaltungen an der Bühne sind bestuhlt, jedoch nicht überdacht, der Eintritt ist an diesem Wochenende kostenlos und finden bei jedem Wetter statt. Bei Regen also Jacke an, Kapuze auf und mitfeiern!

Große Bühne für Nachwuchsmusiker

Der Nachwuchs der Stadtkapelle Lahr steht am Sonntag, 7. April,im Mittelpunkt eines Konzerts. Die einzelnen Musiker gestalten ab 15 Uhr im Konzertsaal „Altes Scheffel“ einen Vorspielnachmittag. In Solo-oder Duostücken zeigen die Nachwuchsmusiker den Gästen ihr musikalisches Können. Gleichzeitig präsentiert die Stadtkapelle an dem Nachmittag die Bandbreite ihrer Ausbildung. Nach dem Konzert stehen die Ausbilder und Verantwortlichen Interessierten für Auskünfte und Fragen zur Verfügung. Information über die musikalische Ausbildung des Vereins gibt es unter www.stadtkapelle-lahr.de.

Stadtkapelle zu Gast in Pfaffenweiler


Doppelkonzert zum 225jährigen Jubiläum der Batzenberger Winzerkapelle Pfaffenweiler

Am vergangenen Wochenende waren wir eingeladen, zusammen mit der Batzenberger Winzerkapelle Pfaffenweiler das Doppelkonzert zu gestalten.

Für die Freunde aus Pfaffenweiler war dieses Konzert gleich eine zweifache Pre­mi­e­re:

Zum ersten Mal wurde das Konzert als Doppelkonzert gestaltet und auch zum ersten Mal war die Batzenberghalle ausschließlich bestuhlt. Diese Entscheidung war richtig und kam beim Publikum sehr gut an. Die Halle war voll.

Den ersten Teil des Konzerts gestaltete der Jubiläumsverein. Von Gustav Holst bis zu den den „Pirates of the Caribbean“ zeigte die Batzenberger Winzerkapelle die ganze Bandbreite der modernen Blasmusik.

Nach der Pause wechselte „nur“ das Orchester – der Dirigent blieb derselbe, denn das Markgräfler Orchester wird genauso wie die Stadtkapelle Lahr von Nicholas Reed geleitet.

Mit 2 Sätzen aus den Symphonic Dances von Yosoke Fukuda, dem Irish Tune from Couty Derry von Percy Grainger, der 2. Suite in F von Gustav Holst und Frank Sinatra Classics gab die Stadtkapelle ihre musikalische Visitenkarte in Pfaffenweiler ab. Das äußerst aufmerksame Publikum in der Batzenberghalle belohnte diese Stadtkapelle dafür mit stehendem Applaus.

Als Zugaben hatte Nicholas Reed eine Überraschung für die Zuhörer. Die Musiker der Batzenberger Winzerkapelle spielten zusammen mit der Stadtkapelle. Somit musizierten ca. 120 MusikerInnen zwei Polkas aus dem Repertoire von Pfaffenweiler und – ganz zum Schluss – Hoch Badnerland.

Stadtkapelle spielt im Markgräflerland

Die Stadtkapelle Lahr vertritt am Wochenende die Lahrer Farben im Markgräflerland. Das Hauptorchester des Vereins wurde eingeladen, gemeinsam mit der Batzenberger Winzerkapelle Pfaffenweiler ein Doppelkonzert zu gestalten. Los geht es am Samstag, 30. März, um 19.30 Uhr in der Batzenberghalle in Pfaffenweiler. Die Batzenberger Winzerkapelle feiert in diesem Jahr das Jubiläum „225 Jahre Batzenberger Winzerkapelle“.

Das Markgräfler Orchester wird genauso wie die Stadtkapelle Lahr von Nicholas Reed geleitet. So steht das Jubiläumskonzert unter dem Motto „Zwei Orchester – Ein Dirigent“.

Die Jubiläumskapelle spielt unter anderem „An Irish Rhapsody“ und die bezaubernden Melodie des Musicals „The Wizard of Oz“. Abschließend widmen sich die Markgräfler der begeisternden Filmmusik aus „Pirates of the Caribbean. At Worlds’s End“. Die Lahrer haben zwei mitreißende Tänze der „Symphonic Dances“ von Yosuke Fukuda im musikalischen Gepäck, mit denen sie bereits bei der Chrysanthemengala im Herbst Glanzpunkte setzten, sie spielen die wunderschöne „Second Suite in F“ von Gustav Holst und gestalten einen swingenden Abschluss mit „Frank Sinatra Classics“. Karten für das Konzert gibt es noch an der Abendkasse.

Um die Ausbildung ist es gut bestellt

Artikel aus der Badischen Zeitung vom 19.03.19

„Drei Orchester – ein Klang“: Abwechslungsreiche Familienfeier der Stadtkapelle Lahr im Bürgerhaus Mietersheim.

Von Juliana Eiland-Jung

LAHR. Erst alle drei Orchester der Stadtkapelle Lahr ergeben den Gesamtklang des Vereins, hat der Vorsitzende Christopher Büttner bei der Familienfeier der Stadtkapelle am Sonntagnachmittag betont. Unter dem Motto: „Drei Orchester – ein Klang“ lieferten das Anfängerorchester, das Jugendorchester und das Hauptorchester eindrucksvolle Beispiele ihres Könnens.

Bei Kaffee und Kuchen ließen es sich die Besucher im Bürgerhaus gut gehen. Mit dabei – wie bei fast allen Veranstaltungen der Stadtkapelle, und das seit Jahrzehnten – waren Peter Huck und Roswitha Kopp, die für ihre langjährige Treue zum Verein und ihre tatkräftige Unterstützung zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Zuvor überreichte Büttner neun Jungmusikern das Leistungsabzeichen in Bronze des Bundes deutscher Blasmusikverbände. Dafür hatten die Jugendlichen nicht nur praktisches Können unter Beweis gestellt, sondern sich auch in Theorie und Gehörschulung weitergebildet.

Foto : BZ / Pressebüro Schaller


Dass es um Nachwuchs und Ausbildung bei der Stadtkapelle gut bestellt ist, erlebten die Zuhörer gleich vor Ort. Das Anfängerorchester, eine Kooperation mit dem Musikum und dem Schützenmusikverein Kippenheimweiler, stellte unter Leitung von Margot Volk seine Vielseitigkeit unter Beweis. Der berühmte „Prince of Denmark’s March“, komponiert im Jahr 1700 von Jeremiah Clarke, erklang genauso schwungvoll wie der 80er-Hit „Eye of the Tiger“ von Frankie Sullivan. Einen großen Schritt weiter in der musikalischen Entwicklung sind die Musikerinnen und Musiker des Jugendorchesters, das – genau wie das Hauptorchester – von Nicholas Reed geleitet wird.

Schwungvoll verbreiteten die Jugendlichen gute Laune mit dem „Latin March“ von Siegfried Rundel. Dass die „Dublin Dances“ von Jan van der Roost genau am 17. März, dem irischen Nationalfeiertag St. Patrick’s-Day, aufgeführt wurden, war ein Zufall, erklärte Moderator Axel Fabricius. Es handelt sich um eine kleine Suite, die mit dem wohl bekanntesten Stück irischer Folklore, dem „Irish Washerwoman“, im 6/8-Takt ausklingt. Insgesamt ein Paradestück für die Flöten und Trommler des Orchesters, aber auch für das tiefe Blech, das zwischendurch mal fast nach Dudelsack klingen darf.

Ein Glück, dass vom 72 Musiker starken Hauptorchester nicht alle da waren, dennoch wurde es eng auf der kleinen Bühne im Bürgerhaus. Auch hier macht es die Mischung: Zu Beginn stellten sich die Blechbläser mit zwei Renaissancestücken aus der Sammlung von Viscount Fitzwilliam vor – ursprünglich geschrieben für den Klaviervorläufer Virginal. Das melancholische Liebeslied „Tell me, Daphne“ und der italienische Schreittanz „The Old Spagnoletta“ machten Lust auf mehr. Weiter ging es mit Klassik und Jazz. Die Stadtkapelle ließ es mit Jobim und Frank Sinatra swingen. Das begeisterte Publikum erklatschte sich von allen Orchestern Zugaben und sparte nicht mit Lob für ein rundum gelungenes Konzert.

Leistungsabzeichen in Bronze für die Jungmusiker Simone Albert, Lola und Zoe Ehinger, Roman Held, Felix Hertweck, Sarah Huber, Annika Huck, Lukas und Marie Schlenker.