Herzlich willkommen zur Chrysanthemengala 2026!
Liebe Besucherinnen und Besucher,
wir freuen uns sehr, Sie zur Chrysanthemengala 2026 begrüßen zu dürfen. Mit unserem diesjährigen Konzertprogramm möchten wir Sie auf eine musikalische Reise voller großer Geschichten, bewegender Momente und eindrucksvoller Klangwelten mitnehmen.
Von kraftvollen Fanfaren und abenteuerlichen Geschichten über berührende musikalische Porträts bis hin zu den großen Melodien weltbekannter Musicals erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm. Dabei treffen sinfonische Blasmusik, Emotion und große Bühnenmusik aufeinander.
Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die einzelnen Werke und ihre Komponisten etwas näher vorstellen. Vielleicht entdecken Sie dabei die eine oder andere Geschichte oder musikalische Besonderheit, die Sie während des Konzerts noch einmal ganz anders hören lässt.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen, Entdecken und natürlich beim gemeinsamen Konzerterlebnis.
Herzlichst
Ihr Alessandro Haid
Beisitzer Kommunikation & Presse
Stadtkapelle Lahr e.V.
Konzertprogramm
Fanfare – Flight to the unknown world
„Fanfare – Flight to the Unknown World“ ist ein Werk ….
„Fanfare – Flight to the Unknown World“ ist ein Werk des japanischen Komponisten Satoshi Yagisawa für Blasorchester. Der Titel bedeutet übersetzt „Fanfare – Flug in eine unbekannte Welt“. Das Stück vermittelt die Vorstellung einer spannenden Reise in eine neue und unbekannte Welt.
Am Anfang wirkt die Musik besonders kraftvoll und festlich. Durch die Fanfaren entsteht eine aufregende und energiegeladene Stimmung. Im weiteren Verlauf gibt es auch ruhigere und melodischere Stellen, die einen starken Kontrast zu den kraftvollen Passagen bilden. Dadurch wirkt das Stück abwechslungsreich und spannend.
Yagisawa nutzt die verschiedenen Instrumentengruppen des Blasorchesters, um einen großen und beeindruckenden Klang zu erzeugen. Insgesamt vermittelt das Stück Gefühle von Aufbruch, Abenteuer, Spannung und Hoffnung. Es eignet sich deshalb besonders gut als Eröffnungsstück für ein Konzert.
Über den Komponisten
Satoshi Yagisawa wurde 1975 in Japan geboren und ist ein japanischer Komponist, Arrangeur und Dirigent. Er studierte Komposition an der Musashino Academia Musicae in Tokio. Schon während seiner Ausbildung beschäftigte er sich intensiv mit Orchestermusik und verschiedenen Formen der Blasorchesterliteratur.
Heute ist Yagisawa vor allem für seine Kompositionen für Blasorchester bekannt. Seine Werke werden nicht nur in Japan, sondern auch international von Orchestern und Ensembles aufgeführt. Typisch für seine Musik sind kraftvolle Fanfaren, große Klangflächen, eingängige Melodien und starke Kontraste zwischen ruhigen und dramatischen Abschnitten.
Neben seiner Tätigkeit als Komponist ist Yagisawa auch als Arrangeur und Dirigent tätig. Zu seinen bekannten Werken zählen unter anderem „Fanfare – Flight to the Unknown World“, „The Moon and the Milky Way“ und „A Brave New World“.
Mit seiner Musik möchte Yagisawa häufig Bilder, Geschichten und Emotionen vermitteln. Deshalb haben viele seiner Stücke bildhafte Titel und erzählen musikalisch eine bestimmte Geschichte. „Fanfare – Flight to the Unknown World“ ist dafür ein gutes Beispiel: Das Werk beschreibt den Aufbruch in eine unbekannte Welt und verbindet dabei Energie, Spannung und Hoffnung.

Wind Sketches „March: Trade Winds“
Mit Wind Sketches zeigt der britische Komponist….
Mit Wind Sketches zeigt der britische Komponist Philip Sparke eindrucksvoll, welche klangliche Vielfalt in einem Blasorchester steckt. Das Werk war Teil unseres Wettbewerbsprogramms beim World Music Contest (WMC) in Kerkrade, einem der bedeutendsten internationalen Wettbewerbe für Blasorchester.
Dieser Satz zeichnet sich durch eine lebendige und energiegeladene Musiksprache aus. Unterschiedliche Klangfarben und musikalische Motive werden miteinander verwoben und entwickeln sich zu einem abwechslungsreichen, dynamischen Klangbild. Prägnante Rhythmen treffen auf lyrische Passagen, solistische Stimmen treten aus dem Orchester hervor und werden immer wieder von kraftvollen Tutti abgelöst.
Hier wird deutlich, was Philip Sparke zu einem der renommiertesten Komponisten der modernen Blasorchesterliteratur macht: eine farbenreiche Instrumentation, rhythmische Spannung und eine Musik, die sowohl musikalische Präzision als auch Spielfreude verlangt.

Über den Komponist
Philip Sparke (*1951 in London) ist ein international anerkannter britischer Komponist, der vor allem durch seine Werke für Blasorchester und Brass Bands bekannt wurde. Nach seiner Ausbildung studierte er Musik und entwickelte schon früh eine besondere Leidenschaft für die Komposition und das Schreiben von Musik für Blasinstrumente. Heute zählt er zu den bekanntesten und meistgespielten Komponisten der modernen Blasmusik.
Seine Musik zeichnet sich durch klare musikalische Strukturen, abwechslungsreiche Melodien, rhythmische Energie und eine große klangliche Vielfalt aus. Sparke verbindet traditionelle Elemente der Blasmusik mit modernen Kompositionstechniken und schafft dadurch Werke, die sowohl musikalisch anspruchsvoll als auch für das Publikum eindrucksvoll sind.
Besonders bekannt sind Stücke wie „The Year of the Dragon“, „Music for a Festival“, „Orient Express“ oder „A Weekend in New York“, die weltweit von Blasorchestern und Brass Bands aufgeführt werden. Viele seiner Werke gehören mittlerweile zum festen Repertoire zahlreicher Orchester und Wettbewerbe.
Neben seiner Tätigkeit als Komponist ist Philip Sparke auch als Arrangeur, Herausgeber und Dirigent tätig. Mit seinem eigenen Musikverlag Anglo Music Publishing veröffentlicht er zahlreiche Kompositionen und Arrangements für Blasorchester und Brass Bands. Durch seine umfangreiche Arbeit hat er die Entwicklung der modernen Blasmusik maßgeblich geprägt und ist heute weltweit für seinen charakteristischen und vielseitigen Kompositionsstil bekannt.
A Movement for Rosa
Für die Stadtkapelle Lahr war „A Movement for Rosa“ ….
Mit“ A Movement for Rosa“ schuf der amerikanische Komponist Mark Camphouse 1992 eine musikalische Hommage an Rosa Parks, die als eine der prägenden Persönlichkeiten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gilt. Das Werk ist als sinfonische Dichtung für Blasorchester angelegt.
Rosa Parks wurde weltweit bekannt, als sie sich am 1. Dezember 1955 in Montgomery, Alabama, weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Ihre anschließende Verhaftung wurde zu einem wichtigen Moment der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Camphouse konzentriert sich dabei nicht allein auf diesen einen Moment, sondern zeichnet in seiner Musik den Weg von Rosa Parks und die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen ihrer Zeit nach.
Das etwa zwölfminütige Werk besteht aus drei deutlich unterschiedlichen Abschnitten. Der erste Teil erinnert an Rosa Parks’ Kindheit und Jugend in Alabama. Der zweite Abschnitt wird von zunehmender Spannung und Dramatik geprägt und beschreibt die Zeit des Rassenkonflikts in Montgomery sowie den Kampf um soziale Gleichberechtigung. Der dritte Teil führt in eine Atmosphäre von Ruhe, Stärke und Zuversicht.
Eine besondere musikalische Bedeutung hat der Spiritual „We Shall Overcome“. Seine Melodie wird zunächst nur in einzelnen Motiven angedeutet und erscheint erst gegen Ende vollständig.
Für die Stadtkapelle Lahr war „A Movement for Rosa“ ebenfalls Teil des Selbstwahlprogramms beim World Music Contest (WMC) in Kerkrade. Die eindrucksvolle Gestaltung und die musikalische Umsetzung des Werkes haben dabei die Jury besonders beeindruckt.

Über den Komponist
Der US-amerikanische Komponist, Dirigent und Musikpädagoge Mark Camphouse (geb. 1954 in Cedar Falls, Iowa) zählt zu den bekannten zeitgenössischen Komponisten für Blasorchester. Schon früh entwickelte er eine große Leidenschaft für Musik und studierte Komposition, Dirigieren und Musikpädagogik. Im Laufe seiner Karriere war er unter anderem als Hochschullehrer tätig und beschäftigte sich intensiv mit der Ausbildung junger Musiker und Dirigenten.
Camphouse ist vor allem für seine Kompositionen für sinfonisches Blasorchester bekannt. Seine Musik zeichnet sich durch ausdrucksstarke Melodien, abwechslungsreiche Klangfarben, klare musikalische Strukturen und eine wirkungsvolle Verbindung von ruhigen und kraftvollen Passagen aus. Dabei legt er großen Wert darauf, musikalische Ideen mit emotionalen und häufig auch erzählerischen Inhalten zu verbinden.
Zu seinen bekanntesten Werken gehören „A Movement for Rosa“, „Symphony No. 1“, „Watchman, Tell Us of the Night“ und „To Cast a Shadow Again“. Besonders „A Movement for Rosa“, das an die Bürgerrechtsaktivistin Rosa Parks erinnert, gehört zu seinen häufig aufgeführten Werken. Seine Kompositionen werden von Blasorchestern und Ensembles in den USA und vielen anderen Ländern gespielt.
Neben seiner Tätigkeit als Komponist ist Mark Camphouse auch als Dirigent und Musikpädagoge aktiv. Er war Professor für Komposition und Dirigieren und engagiert sich besonders für die Förderung junger Musiker. Durch seine Lehrtätigkeit, seine Kompositionen und seine Arbeit mit Blasorchestern hat er einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des modernen Blasorchester-Repertoires geleistet.
Mark Camphouse gehört damit zu den bedeutenden amerikanischen Komponisten für sinfonisches Blasorchester. Seine Musik verbindet traditionelle Elemente mit einer modernen Klangsprache und zeichnet sich durch musikalische Ausdruckskraft, emotionale Tiefe und eine klare kompositorische Gestaltung aus.
„Richten Sie dem Dirigenten sowie allen Mitgliedern der Stadtkapelle Lahr meinen Dank für ihr Talent und ihr Engagement aus.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für eine – wie ich sicher bin – wundervolle und von großem Anklang getragene Aufführung.“
Aus der E-Mail von Mark Camphouse
Excalibur
Mystik, Abendteuer und legendäre Geschichten ….
Mystik, Abenteuer und die legendäre Geschichte um König Artus und das Schwert Excalibur stehen im Mittelpunkt dieser sinfonischen Dichtung von José Alberto Pina.
Die Musik nimmt das Publikum mit ins mittelalterliche England: Durch die Mauern einer mittelalterlichen Stadt führt der Weg zu Merlin, dem legendären Zauberer, der den jungen Artus auf die Probe stellt. Im Mittelpunkt steht schließlich Excalibur – das sagenumwobene Schwert, das tief in einem Felsen steckt. Nur Artus gelingt es, das Schwert aus dem Stein zu ziehen. Damit wird er zum König. An seiner Seite stehen die Ritter der Tafelrunde, mit denen er zahlreiche Herausforderungen und Abenteuer erlebt.
Pina erzählt diese Geschichte nicht mit Worten, sondern mit einer farbenreichen und ausdrucksstarken Klangsprache. Mächtige Bläserklänge, dramatische Steigerungen und eindrucksvolle rhythmische Passagen lassen die Welt von Artus, Merlin und den Rittern der Tafelrunde musikalisch lebendig werden.
„Excalibur“ entstand 2023 als Auftragswerk der Sociedade Filarmónica de Lalim im portugiesischen Lamego.
Für die Stadtkapelle Lahr hat das Werk zudem eine ganz besondere Bedeutung: Im vergangenen Jahr war José Alberto Pina Gastdirigent bei der Stadtkapelle Kenzingen und leitete in Lahr einen Percussion-Workshop. Als Dank dafür, dass er diesen Workshop in Lahr durchführen konnte, schenkte er der Stadtkapelle persönlich die Noten von „Excalibur“.
Über den Komponisten:

Der spanische Komponist und Dirigent José Alberto Pina (geb. 1984 in Cartagena) zählt zu den bekannten zeitgenössischen Komponisten für sinfonisches Blasorchester. Seine musikalische Ausbildung begann mit dem Schlagzeug und führte ihn später zum Dirigieren und Komponieren. Er studierte am Konservatorium in Cartagena und am Conservatorio Superior de Música de Murcia und besuchte darüber hinaus Meisterkurse bei renommierten Dirigenten.
Pina ist vor allem für seine bildhaften und erzählerischen Kompositionen bekannt. Seine Musik verbindet kraftvolle Rhythmen, große orchestrale Klangflächen und eingängige Themen mit einer starken programmatischen Idee. Viele seiner Werke erzählen Geschichten oder greifen historische Ereignisse und außergewöhnliche Schauplätze auf. Dadurch entstehen eindrucksvolle Kompositionen, die sowohl musikalisch anspruchsvoll als auch für das Publikum verständlich sind.
Besonders bekannt sind Werke wie „The Bermuda Triangle“, „The Island of Light“, „The Legend of Maracaibo“, „The Ghost Ship“ und „Pompeii“. Auch „Dunkirk“, „Excalibur“ und „The Scary Mountains“ gehören zu seinem umfangreichen Repertoire für sinfonisches Blasorchester. Seine Werke werden von Orchestern in Europa und darüber hinaus aufgeführt und gehören mittlerweile zum modernen Blasorchester-Repertoire.
Neben seiner Tätigkeit als Komponist ist José Alberto Pina auch als Dirigent, Dozent und Juror aktiv. Er dirigiert Orchester und Blasorchester in verschiedenen Ländern und gibt Kurse, Workshops und Meisterklassen. Für seine Tätigkeit als Dirigent und Komponist erhielt er mehrere Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben.
José Alberto Pina gehört damit zu einer Generation spanischer Komponisten, die das moderne Repertoire für sinfonisches Blasorchester mit stark programmatischer und emotionaler Musik bereichert. Seine besondere Fähigkeit, Geschichten, Landschaften und historische Ereignisse in ausdrucksstarke Orchestermusik zu verwandeln, prägt seinen unverwechselbaren Kompositionsstil.
Pause
Kommen Sie vorbei!
In der 20-minütigen Pause bewirtet der Musikverein Kippenheim-Weiler Sie gerne mit Getränken und leckeren Teilchen. Die Laugenteilchen stammen von der Bäckerei Baumert aus Schuttern. Genießen Sie die Pause zum Plaudern, Durchatmen und Stärken – wir freuen uns, dass Sie da sind!
Les Misérables
Große Gefühle, dramatische Schicksale und der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit ….
Große Gefühle, dramatische Schicksale und der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit: „Les Misérables“ gehört zu den bekanntesten Musicals der Welt. Die Musik stammt vom französischen Komponisten Claude-Michel Schönberg, das Libretto basiert auf dem Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo. Die Uraufführung fand 1980 in Paris statt.
Im Mittelpunkt steht Jean Valjean, der nach 19 Jahren Gefangenschaft versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Seine Geschichte ist eng verbunden mit der von Fantine, Cosette, Marius und dem unerbittlichen Polizisten Javert. Vor dem Hintergrund des aufständischen Paris von 1832 erzählt das Musical von Schuld und Vergebung, Liebe und Verlust, Hoffnung und dem Streben nach Freiheit.
Die Musik Schönbergs macht diese großen Themen unmittelbar hörbar. Wechselnde Stimmungen, eingängige Melodien und kraftvolle Ensembleszenen verleihen der Geschichte eine außergewöhnliche emotionale Intensität.
In der Bearbeitung für Blasorchester werden die charakteristischen Melodien und die dramatische Klangsprache des Musicals erlebbar. Die großen musikalischen Bögen, kraftvollen Tutti und lyrischen Passagen lassen die bewegende Welt von „Les Misérables“ lebendig werden.
Über den Komponisten:
Der französische Komponist, Musiker und Produzent Claude-Michel Schönberg (geb. 6. Juli 1944 in Vannes, Frankreich) zählt zu den bekanntesten Komponisten des internationalen Musiktheaters. Seine musikalische Karriere begann zunächst als Sänger, Musiker und Songwriter, bevor er sich zunehmend der Komposition von Musicals widmete. Gemeinsam mit dem Texter Alain Boublil entwickelte er einige der erfolgreichsten Bühnenwerke der modernen Musicalgeschichte.
International bekannt wurde Schönberg vor allem durch das Musical „Les Misérables“, das 1980 in Paris uraufgeführt wurde. Das Werk basiert auf dem Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo und erzählt die Geschichte verschiedener Menschen im Frankreich des 19. Jahrhunderts. „Les Misérables“ entwickelte sich zu einem weltweiten Erfolg und wird bis heute auf Bühnen in zahlreichen Ländern aufgeführt.
Ein weiteres bedeutendes Werk Schönbergs ist das Musical „Miss Saigon“, das 1989 in London uraufgeführt wurde. Es basiert lose auf der Handlung von Giacomo Puccinis Oper „Madama Butterfly“ und verbindet dramatische Orchesterpassagen mit eingängigen und emotionalen Melodien. Zu seinen weiteren Kompositionen gehören unter anderem „Martin Guerre“ und „The Pirate Queen“.
Schönbergs Musik zeichnet sich durch große emotionale Wirkung, eingängige Melodien und eine sinfonische Klangfülle aus. Dabei verbindet er Elemente der klassischen Musik mit modernen Musical- und Pop-Einflüssen. Seine Werke enthalten häufig wiederkehrende musikalische Themen, die den Figuren und ihren Geschichten eine besondere Ausdruckskraft verleihen.
Claude-Michel Schönberg gehört heute zu den bedeutendsten Komponisten des internationalen Musiktheaters. Gemeinsam mit seinen langjährigen kreativen Partnern hat er Musicals geschaffen, die weltweit große Bekanntheit erlangten und das moderne Musiktheater nachhaltig geprägt haben.

Tanz der Vampire
Mit „Tanz der Vampire“ ….
Mit „Tanz der Vampire“ schuf Jim Steinman die Musik zu einem der bekanntesten deutschsprachigen Musicals. Das Musical basiert auf Roman Polanskis gleichnamigem Film von 1967 und wurde 1997 in Wien uraufgeführt.
Steinman verbindet in seiner Musik Elemente aus Rock, Pop und klassischer Musicalmusik. Viele Melodien sind kraftvoll, dramatisch und zugleich von einer großen romantischen Emotionalität geprägt. Besonders bekannt ist „Totale Finsternis“, die deutschsprachige Version von „Total Eclipse of the Heart“, einem Welthit, den Steinman ursprünglich für Bonnie Tyler schrieb.
Das Medley für Blasorchester fasst zentrale musikalische Momente des Musicals zusammen und führt durch die unterschiedlichen Stimmungen der Geschichte – von geheimnisvollen und düsteren Klängen bis hin zu großen, mitreißenden Rockpassagen. Dabei kommen die charakteristischen Melodien Steinmans auch in der sinfonischen Klangwelt des Blasorchesters eindrucksvoll zur Geltung.
Über den Komponisten:
Jim Steinman (1947–2021) war ein US-amerikanischer Komponist, Musiker, Sänger, Produzent und Songwriter. Geboren in New York, entwickelte er schon früh eine besondere Leidenschaft für Musik und Theater. Er studierte am Amherst College und machte sich zunächst mit musikalischen Bühnenproduktionen einen Namen.
International bekannt wurde Steinman vor allem durch seine langjährige Zusammenarbeit mit der Sängerin Meat Loaf. Mit dem Album Bat Out of Hell schrieb er Musikgeschichte und prägte mit seinen opulenten, theatralischen Kompositionen einen unverwechselbaren Stil. Zu seinen bekanntesten Songs zählen unter anderem „Paradise by the Dashboard Light“, „I’d Do Anything for Love (But I Won’t Do That)“, „Two Out of Three Ain’t Bad“ und „Total Eclipse of the Heart“.
Neben seiner Arbeit für Meat Loaf komponierte Steinman zahlreiche erfolgreiche Songs für Künstlerinnen und Künstler wie Bonnie Tyler, Celine Dion und Barry Manilow. Darüber hinaus widmete er sich intensiv dem Musiktheater und entwickelte unter anderem das Musical Dance of the Vampires.
Steinmans Kompositionen verbinden Rockmusik mit Elementen aus Klassik, Oper und Musical. Große Orchesterbesetzungen, dramatische Steigerungen und emotional aufgeladene Melodien wurden zu seinen charakteristischen Stilmerkmalen. Seine Werke zählen bis heute zu den prägenden Beispielen für eine besonders monumentale und theatralische Form der Rockmusik.


The Phantom of the Opera
Geheimnisvoll, romantisch und dramatisch ….
Geheimnisvoll, romantisch und dramatisch: „Das Phantom der Oper“ gehört zu den bekanntesten Musicals der Welt. Die Musik von Andrew Lloyd Webber erzählt die Geschichte des geheimnisvollen Phantoms, das in den Katakomben der Pariser Oper lebt und sich in die junge Sängerin Christine verliebt.
Das Musical feierte 1986 im Londoner West End seine Uraufführung und wurde zu einem weltweiten Publikumserfolg. Neben der bewegenden Liebesgeschichte sind es vor allem die eindrucksvollen Melodien, die bis heute unvergessen sind.
Das vorliegende Medley für Blasorchester fasst die musikalischen Höhepunkte des Musicals zusammen. Es verbindet die geheimnisvolle Atmosphäre der Pariser Oper mit großen romantischen Melodien und dramatischen Klangmomenten. Dabei kommen sowohl die düstere Welt des Phantoms als auch die lyrischen Seiten der Geschichte zum Ausdruck.
Über den Komponisten
Der britische Komponist Andrew Lloyd Webber (geb. 22. März 1948 in London) zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Komponisten des modernen Musiktheaters. Bereits in jungen Jahren zeigte sich sein außergewöhnliches musikalisches Talent. Er studierte am Royal College of Music in London und begann schon früh, eigene Werke für das Theater zu komponieren. Gemeinsam mit dem Texter Tim Rice gelang ihm in den 1970er-Jahren der internationale Durchbruch.
Lloyd Webber ist vor allem für seine zahlreichen erfolgreichen Musicals bekannt. Zu seinen berühmtesten Werken gehören „Jesus Christ Superstar“ (1970), „Evita“ (1978), „Cats“ (1981) und „The Phantom of the Opera“ (1986). Besonders „The Phantom of the Opera“ entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten und wird bis heute weltweit aufgeführt.
Darüber hinaus komponierte Lloyd Webber weitere bekannte Musicals wie „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“, „Starlight Express“, „Sunset Boulevard“ und „School of Rock“. Seine Werke zeichnen sich durch eingängige Melodien, große orchestrale Klangfülle und eine starke Verbindung von klassischer Musik, Pop und Rock aus. Dadurch gelingt es ihm, dramatische Geschichten musikalisch eindrucksvoll und emotional zu gestalten.
Andrew Lloyd Webber gehört heute zu den bedeutendsten Komponisten des internationalen Musiktheaters. Seine Musicals wurden in zahlreichen Ländern aufgeführt und mit vielen Preisen ausgezeichnet. Mit seiner charakteristischen Verbindung aus sinfonischer Musik, modernen Stilelementen und einprägsamen Melodien hat er die Entwicklung des Musicals nachhaltig geprägt und ein großes Publikum weltweit erreicht.

Unsere Sänger-innen mit Vita:
Cornelia Lanz | Mezzosopranistin
Lahrs ehemalige Kulturamtsleiterin und international gefragte Gesangssolistin Cornelia Lanz war u.a. an folgenden Orten zu hören: Tonhalle Zürich, Radialsystem Berlin, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Prinzregententheater, Philharmonie Gasteig und Herkulessaal München, Liederhalle Stuttgart mit Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, Kammerorchester der Münchner Philharmoniker, Berliner Symphoniker…
Engagements führten Sie an das Württembergische Staatstheater Stuttgart, das Landestheater Schleswig-Holstein und das Theater Nordhausen. Sie sang beim Lucerne Festival, bei den Schlossfestspielen in Ludwigsburg und beim Europäischen Kirchenmusikfestival.
Die Mezzosopranistin beschloss ihr Studium „Künstlerische Ausbildung Gesang“ an der Musikhochschule Stuttgart. Hier und an der Manhattan School of Music New York studierte sie, unterstützt durch ein Stipendium der Landesstiftung Baden-Württemberg, Gesang. Sie legte ihre Staatsexamina mit Referendariat in Schulmusik und in Amerikanistik ab, was sie an der Universität Stuttgart und der Columbia University, New York, studierte.
Cornelia Lanz ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes. Sie erhielt den Bruno-Frey Preis, den Förderpreis Kultur Landeskreises Biberach, den Zonta Kunst- und Kulturaward in Oberschwaben und war Finalistin im Wiener Nico-Dostal Operettenwettbewerb.
Im Oratorienfach übernahm sie die große Altpartien. Im Liedfach sang sie zahlreiche Lieder verschiedener Stilrichtungen in thematisch zusammengestellten Programmen. Im Operfach singt sie lyrische Mezzopartien von Glucks Orfeo über Mozarts Dorabella bis Bizets Carmen.
Beim Klassiklabel Animato durfte sie die Händeloper Oreste in der Titelrolle einsingen. Ire Lied-CDs erschienen bei Hänsler-Classic und Thorofon.
Sie leitet als Geschäftsführerin, initiiert und singt im Verein Zukunft Kultur e.V. medial vielbeachtete Opernproduktionen. Das ZDF- Format „Die Anstalt“ gewann für den Auftritt des von Cornelia Lanz gegründeten und geleiteten Chores den Grimme-Preis und den Amnesty Menschenrechtpreis. Der Chor erregte international Aufsehen bis hin zur UNO und zu Bundespräsidenten und zeichnet mitverantwortlich für Willkommenskultur.
Sie ist zweite Vorsitzende des deutschlandweiten Vereins WAM (Women in Arts and Media).

Foto: Ingo Degenhardt
Nik Kevin Koch | Tenor
Der aus Lahr stammende Tenor Nik Kevin Koch absolvierte sein Gesangsstudium an den Musikhochschulen in Köln und Zürich bei Prof. Christoph Prégardien und schloss sein Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Meisterkurse bei renommierten Künstlerpersönlichkeiten wie Elisabeth Schwarzkopf, Hartmut Höll, Tobias Koch, Werner Güra und Ingeborg Danz ergänzten seine Ausbildung.
Als Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter des Händelpreises Karlsruhe, blickt er auf eine vielseitige internationale Karriere zurück. Nach Engagements am Staatstheater Nürnberg, am Staatstheater Stuttgart und an der Oper Köln war er von 2010 bis 2021 Ensemblemitglied am Theater St. Gallen.
Sein Opernrepertoire umfasst Partien in Werken von Mozart, Strauss, Verdi und Bizet bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Als Konzert- und Liedsänger widmet er sich einem breiten Repertoire: Es reicht von Werken Monteverdis über die großen Oratorien Händels und Haydns sowie die Evangelistenpartien Johann Sebastian Bachs bis zu Liedern von Schubert, Schumann, Wolf und Beethoven.
Während seiner Schulzeit am Clara-Schumann-Gymnasium in Lahr erhielt er Gesangsunterricht bei Viola de Galgóczy. Seine erste Bühnenrolle übernahm er 1999 als Joseph in Andrew Lloyd Webbers Musical „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“, einer Produktion des Clara-Schumann-Gymnasiums. Auch nach dem Abitur wirkte er dort bei weiteren Musical- und Opernproduktionen der Schule als Solist mit. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit leitet er seit 2023 die Musikschule Oberrheintal im schweizerischen Altstätten.
